Auswirkungen der Klimaveränderungen auf Blühpflanzen und Bienen



 

Schnee und Spätfröste im April, andauernde trockene Hitze im Sommer und 20 Grad Außentemperatur im November sind in Zeiten des Klimawandels keine Seltenheit mehr.

Die Bienen werden vor vollendeten Tatsachen gestellt, doch der Imker kann entsprechend darauf reagieren.


Franz Vollmaier, Vorstand des Verbands Bayerischer Bienenzüchter e.V., erläuterte uns Bienenfreunden die Klimaveränderungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf Blühpflanzen und Bienen im Detail.


Kräftige Kälteeinbrüche mitten im Frühjahr überraschen nicht nur uns, wenn wir schon auf Sommerreifen umgestellt haben, sondern auch die Bienen deren Bruttätigkeit bereits auf Hochtouren läuft. Guter Wärmeschutz durch Isolation der Beuten sowie die Kontrolle des Futtervorrats sind nun oberste Priorität. In der Honigsaison existieren kaum noch fortlaufende Blühreihenfolgen der einzelnen Trachten. Die Pflanzen blühen mit geballter Kraft - gleichzeitig. Eine neue Herausforderung auf die der Imker das Bienenvolk bestmöglich vorbereiten kann. Die anschließende trockene Hitze im Sommer lässt vielversprechende Trachten zunehmend ausfallen. Hecken, Alleen und Blühstreifen, nicht nur in der Landwirtschaft sondern auch in unseren eigenen Gärten, können über die Durststrecke hinweghelfen. Zwar ist die Varroa-Bekämpfung schon lange im Fokus, doch warme Temperaturen im Spätherbst lassen die Bienen noch lange brüten - der Varroadruck steigt.

Man merkt, auch Imkern befindet sich im Wandel. Während routinemäßiges Handeln unangenehme Folgen haben kann, müssen Pläne nun wetterabhängig häufiger angepasst werden. Die Devise lautet: Situatives Imkern.

Vielen Dank für den wissenswerten Vortrag, die hilfreichen Handlungsempfehlungen und den gelungenen Abend!


Vortrag am 7. November 2022 mit Franz Vollmaier, Vorstand Bayerischer Bienenzüchter e.V.



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